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Städte und Gemeinden: Lonsee

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Städte & Gemeinden

Lonsee

Die Gemeinde Lonsee liegt inmitten reizvoller Wachholderheiden und Waldflächen am Beginn des Lonetals auf der Schwäbischen Alb. Durch seine günstige Lage befindet sich Lonsee sowohl im Einzugsbereich der Stadt Geislingen an der Steige als auch im Einzugsbereich des regionalen Zentrums des Alb-Donau-Kreises, der Stadt Ulm, die zugleich Sitz des Landratsamtes und der Kreisverwaltung ist.

Zahlen & Fakten

Lonsee gehört zum Alb-Donau-Kreis, der im Regierungsbezirk Tübingen des Bundeslandes Baden-Württemberg liegt. Mit einer Gesamteinwohnerzahl von 4777 Einwohnern (Stand 30. September 2003) gliedert sich die Gemeinde Lonsee in insgesamt 7 Ortsteile. Der höchste Punkt der Gemeinde Lonsee mit 713 m NN befindet sich im Teilort Radelstetten, der niedrigste mit 542 m NN im Teilort Halzhausen. Das Gemeindegebiet der Gemeinde Lonsee umfasst innerhalb der Gemarkungsgrenzen eine Gesamtfläche von rund 4.331 ha.

Sehenswürdigkeiten

Neben der herrlichen Naturlandschaft mit ihrer waldreichen Ungebung bietet die Gemeinde Lonsee ihren Besuchern noch weitere Sehenswürdigkeiten, wie z.B.

  • den Quelltopf der Lone in Urspring
  • das Naturschutzgebiet "Salachberg" 
  • das Landschaftsschutzgebiet "Lonetal" mit Trockentälern und Wachholderheiden
  • die evangelische Kirche in Lonsee
  • das Römerkastell in Urspring und vieles mehr

Wirtschaft und Struktur

Die industriellen Grundpfeiler der Wirtschaft in Lonsee bilden die Maschinenbauindustrie (Heidelberger Druckmaschinen AG), die Baustoffindustrie, die Herstellung landwirtschaftlicher Maschinen, die Metallindustrie sowie Zulieferbetriebe. Die Gemeinde Lonsee verfügt über eine an eine gute Ausstattung an Einzelhandel und Handwerk.

Erholung und Freizeit

In und um Lonsee direkt befinden sich attraktive Wanderwege, Rastplätze mit Feuerstellen, zahlreiche Kinderspielplätze und Bolzplätze, der Lonesee in Lonsee, Landschafts- und Naturschutzgebiete, Biotope sowie zahlreiche Radwanderwege, die ein entsprechendes Freizeitangebot darstellen. Darüber hinaus ergeben sich weiter Freizeitgestaltungsmöglichkeiten durch die Thermalbäder in Bad Überkingen, (20 km entfernt) und Bad Ditzenbach (25 km entfernt) sowie durch die Erlebnisbäder in Heidenheim, Ulm und Blaustein.

Geschichte

Die Gemeinde Lonsee wurde bereits im Jahr 888 das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Lonetal war aber bereits zu einem früheren Zeitpunkt besiedelt. Bei einer Grabung im Jahre 1938 wurden in der Urspringer Haldensteinhöhle zwei Lorbeerblattspitzen aus Japsis gefunden, so dass man sagen kann, dass sich bereits etwa 50.000 v.Chr. Jäger dort aufhielten. Die Fundgeschichten lieferten damals nur wenige archäologischen Funde, dafür relativ zahlreiche Tierreste (Wollnashorn, Rentier, Edelhirsch und Damhirsch).

Im Gebiet "Sonnenbühl" in Lonsee wurden in den 50-iger Jahren Pfeilspitzen aus der mittleren Steinzeit (10.000 - 8.000 v.Chr.) gefunden.

In Urspring befand sich das Römerkastell "Ad lunam", welches etwa 100 n.Chr. erbaut wurde.

Das Lagerdorf erstreckte sich unterhalb des Kastells im Lonetal. Dort lebten nicht nur die Familien der römischen Soldaten, sondern auch Handwerker und Händler. Es lag beiderseits der nach Faimingen führenden Römerstraße.

Das Kastell wurde in der Mitte des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts aufgegeben. Der Limes war nach Norden verschoben worden, so dass sich das Kastell als unrentabel erwiesen.

Das Kastell beherrschte durch seine vorteilhafte Lage die Gegend, man überschaute von seinen Türmen und Wällen aus die Lonequelle, das Lonetal abwärts bis über Lonsee hinaus, sowie die vom Hägelesberg herabkommenden Wege.

Um das Jahr 260 n.Chr. durchbrachen die Alemannen den römischen Grenz- und Schutzwall, den Limes, und nahmen das von den Römern fast 300 Jahre lang besetzt gehaltene Land in Besitz.

Die Römer wurden verjagt oder zu Sklaven gemacht, und alles, was an ihre Anwesenheit erinnerte, wurde zerstört.

Die alemannischen Siedler nahmen wohl schon im 7. Jahrhundert das Christentum an und ließen eine kleine Kirche erbauen, die sie der Maria weihten.

Der Ortsname lautete beispielsweise im Jahr 1268 "Luwense", dann 1288 "Albertus de Lunse", 1372 "ze Lunse ufm Feld", 1454 "Lunsen", 1501 "Lonsaw", 1741 "Lonße".

Im Jahre 1108 schenkte eine Luitgard alles, was sie zu Lonsee, Urspring, Halzhausen und Reutti erbschaftlich besaß, dem neu gegründeten Kloster Blaubeuren.

Im Jahre 1268 wurde Lonsee in eine Urkunde zusammen mit Blaubeuren als Städtchen erwähnt. Lonsee hatte also das Stadtrecht.

Inzwischen, im Besitz der Helfensteiner, wurde Lonsee im Jahre 1382 an die Freie Reichsstadt Ulm verpfändet. Diese unterband die weitere Entwicklung. Was den Lonseern bis ins Jahr 1818 blieb, war die Leibeigenschaft.

Das Königreich Württemberg wandelte in den Jahren 1810/11, als ihm die Stadt Ulm und deren ehemaliges Territorium links der Donau zufiel, die bestehende bayrischen Landgebiete zu Oberämtern um. Lonsee gehörte dem Oberamt Ulm bzw. Landkreis Ulm an.

Einen großen Fortschritt für die Gemeinde Lonsee bedeutete der Bau der Albwasserversorgung. Seit 1896 hat Lonsee eine Wasserleitung. Früher holte man das Wasser aus der Lone.

Eine weitere technische Errungenschaft war die Versorgung der Gemeinde mit elektrischem Licht und elektrischer Kraft im Jahr 1912.

In den beiden Weltkriegen blieb der Ort von Kriegsschäden verschont, aber der Verlust von Menschenleben traf viele Familien hart.

Die Bevölkerungszahl stieg nach dem 2. Weltkrieg vor allem durch den Zuzug der Heimatvertriebenen stetig an.

Lonsee entwickelte sich seither zu eine blühenden Gemeinde mit einer guten Infrastruktur.

Quelle: Krämer "Aus der Geschichte von Lonsee"
(Festschrift 1 100 Jahre Lonsee)

 

Teilorte

Urspring

Der Ort Urspring wurde erstmals 1108 als "Urspringam" erwähnt, später um 1255 dann mit dem Namen "Urspringe", was soviel wie Siedlung an der Quelle (Lone) bedeutet. Das sich auf dem Herberg nordöstlich gelegene römische Kohortenkastell "ad Lunam" (3./4. Jh.) wird zwar geschichtlich erwähnt, kann jedoch nicht als Siedlungsvorgänger angesehen werden. Dagegen sind alemannische Siedlungsreste am östlichen Rand und südlich des heutigen Ortes Urspring gefunden worden, so dass Urspring aus heutiger Sicht als älteste Siedlung im oberen Lonetal gilt.

Bereits im Spätmittelalter bestand Urspring aus 44 Häusern, wobei sich der Ort stetig weiterentwickelte. Der 30j. Krieg, in dem Urspring besonders 1630 durch kaiserliche Truppen zu leiden hatte, und eine Feuersbrunst im Kriegsjahr 1704 reduzierten seine Häuserzahl wieder (1749: 46). Noch 1802 gab es nur 45 Wohnhäuser in Urspring. Allgemein ist die Geschichte von Urspring geprägte durch Zeiten voller Freud und Leid, durch welche die Einwohner sowie das Ortsbild in der Form geprägt wurden, wie sie sich heute darstellen.

Sehenswürdigkeiten

  • Quelltopf der Lone
  • Römerkastell "ad Lunam"
  • versch. Wander- u. Radwege
  • Grillplätze
  • Heidelandschaft
  • evangelische. und katholische Kirche
  • Urspring- Haldensteinhöhle

 


Teilort Ettlenschieß

Der Teilort von Lonsee entwickelte sich auf einer Anhöhe der Lonetal-Kuppenalb, sozusagen auf der Paßhöhe zwischen Langenau und Geislingen im 16. Jahrhundert, zu einem regelmäßig angelegten Straßendorf entlang der Dorfstraße, die im Norden auf die Scheibenstraße stößt.
Hier transportierte man Salzscheiben vom Salzburger Land in Pferdefuhrwerken zum Neckar und Rhein. Im Gasthaus "Zum Hirsch" wurden damals die Pferde gewechselt.
Der älteste Siedlungskern ist am Lindenplatz mit der im ummauerten Friedhof stehenden Georgskirche und den umliegenden Höfen zu suchen. Lindenhof wurde um 1400 erwähnt. Turm und Chor gehören wahrscheinlich zu den ältesten Teilen der Kirche. Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert. Das Pfarrhaus, 1641 aus einem Söldnerhaus umgebaut, steht am Ortsausgang nach Lonsee.
Das älteste Haus im Dorf dürfte das ehemalige Ulmer Amtshaus aus dem Jahre 1563 sein. Heute Schmiedbauer Seibold. Die drei kleinen Häuser am Eingang zum Lindenplatz sind etwas Besonderes: eines dient heute noch als Backhaus (seit 1878), ein Anderes enthielt die ehemalige Wachstube für den Nachtwächter. Einen ländlichen Charakter behielt das Straßendorf mit seinen zahlreichen Selden bis etwa um 1900. Erst nach dem zweiten Weltkrieg begann eine rege Bautätigkeit.

Geschichte

 Die früheste Erwähnung von Ettlenschieß ist in der Überlieferungsgeschichte des Klosters Wettenhausen bei Günzburg zu finden (Wettenhauser Annalen). Hier ist Ettlenschieß bereits 982 erwähnt. Im Jahre 1333 wird dann Ettlenschieß (Oetdelschiez) in einem Tauschvertrag zwischen dem Ulmer Wengenkloster und dem Kloster Wettenhausen urkundlich genannt. Im Ulmer Salbuch erschien es unter Ötlinschies.

Im Hochmittelalter gehörte Ettlenschieß zur Herrschaft Albeck-Werdenberg und kam 1385 in den Besitz der Reichsstadt Ulm, die 1508 ein auch Sinabronn umfassendes Amt einrichtete und 1563 ein Amtshaus baute. Im Jahre 1774 wurde das Amt mit Lonsee vereinigt. Kirchlich gehörte Ettlenschieß schon 1370 zum Bistum Konstanz. (liber marcarum 1370) Bei der Einführung der Reformation im Gebiet der Reichsstadt Ulm im Jahre 1531 schloß sich auch Ettlenschieß einer Neuerung an. Bis 1935 war Ettlenschieß eigene Pfarrei. Danach wurde es Filiale von Weidenstetten.

Im Jahre 1803 wurde es mit Ulm bayrisch. 1810 wurde es württembergisch und Teil des Oberamts Ulm, ab 1938 Landkreis Ulm. Am 1.April 1972 wurde Ettlenschieß im Zuge der Gemeindereform mit Lonsee vereinigt.

Pfingstlümmel

Ein alter Pfingstbrauch. Er zieht am Pfingstmontag mit Fuhrmann im Blauhemd und vier Eierbettlern nach intensiven Vorbereitungen durchs Dorf. Dieser alte Pfingstbrauch ist jedes Jahr ein großes Ereignis für die Schuljugend. Er wird von den Schulbuben dargestellt. Diese sind mit grünem Buchenlaub und Blumen eingehüllt, gleichsam ein Bild des Frühlings. Das Grüne, die Eier und das Lebendige sollen Gesundheit und Wachstum andeuten.


Luizhausen

Geschichte

Luizhausen war eine der wichtigsten Umspann- und Übernachtungsstationen an der Fernstraße Wien-Paris. Von dieser Bedeutung zeugt noch die ehemalige Poststation, der Gasthof "Zum Löwen" und die alte Linde direkt an der B10 neben einem alten Meilenstein, sie soll einst den Reisenden als genauer Mittelpunkt zwischen Wien und Paris gegolten haben.

Erstmals wird der Ort 1275 als Lutolz-, dann Luidolz-, Leutlis-, Lütlishausen genannt, d.h. Häuser einer Liutold. Es war gräfisch Helfensteinisches Lehen der Herren von Westerstetten. Den Kirchsatz mit Widun (=Pfarrgut) hatten die Herren von Scharenstetten, die ihn 1351 von Graf Ulrich von Helfenstein erworben hatten und ebenfalls den Herren von Westerstetten abtraten. Bald ging die Lehensherrlichkeit an die Grafen von Württemberg über. Im Lehenbuch Graf Eberhard des Greiners ist zu lesen: "Herr Ruod von Westerstetten hat zu Lehen Liutoltzhausen, das Dorf uf der Albe; Ulrich von Westerstetten hat zu Lehen empfangen den Hof zu Liutoltzhausen und was darin gehört von einem Herrn Gr. Ebern."

Im Jahre 1411 verleiht dann Graf Eberhardt der Milde dem Yel von Westerstetten zu einem Mannslehen das halbe Dorf Leutlishausen ohne Kirche. In demselben Jahr gibt Graf Eberhard dem Friedrich von Westerstetten einen Lehenhof in Leutlishausen zu eigen, worauf ihn Friedrich an einen Ulmer Bürger für 288 Gulden verkaufte. 1485 eignet Graf Eberhard der Ältere dem Ulrich von Westerstetten, Vogt von Blaubeuren, das halbe Dorf mit Zubehör ohne die Kirche. Im gleichen Jahr verkauft Ulrich von Westerstetten sein Stück und gut zu Luizhausen samt aller Ober- und Herrlichkeit, Lehenhöfe, Gülten und Zinsen an d. Reichsstadt Ulm für 2100 Gulden. Vor der Ablösung im Jahre 1848 hatte den großen Zehnten die Stiftverwaltung in Ulm; den kleinen, den Obst- und Blutzehnten mit etwas Heu- und Öhmdzehnten, sowie den großen aus 24 Gemeindeäckerlein bezog die Pfarrei. Die Grundlasten betrugen insgesamt 13 Gulden und 19 Kreuzer in Geld und 436 Gulden in Naturalien, wovon der Stadt 268 Gulden, die Stiftverwaltung Ulm 56 Gulden, das Spital in Ulm 82 Gulden, die Heiligenpflege Lonsee 42 Gulden und den Rest die Ortsheiligenpflege bezogen.

Im spanischen Erbfolgekrieg 1704 zog Marlborough, der Oberbefehlshaber der englischen Armee, am 22. Juni von Urspring über Luizhausen nach Westerstetten, wo sich im Heerlager auch Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg befand. 1801 brannten in Luizhausen 7 Gebäude ab, wobei 14 Stück Rindvieh und 3 Pferde umkamen.

Auf kirchlichem Gebiet ist folgendes zu berichten: Die Bistumsgrenze, welche Luizhausen von den Orten des Lonetals trennte und es dem Bistum Konstanz zuwies, deutet auf einen einstigen kirchlichen Zusammenhang mit einer westlichen Urpfarrei, vielleicht Tomerdingen.
Die Gründung der hiesigen Michaelskirche dürfte jedoch nach der ältesten Missionsperiode angehören, wo die Verehrung des alemannischen Gottes Ziu oft durch die des streitbaren St. Michael ersetzt wurde.Urkundlich erscheint Luizhausen schon 1275 als selbständige Pfarrei. In diesem Jahr gab aus Anlaß der päpstlichen Zehntbesteuerung der Pfarrer Burkhardt das Einkommen der Pfarrei auf 12 Pfund Heller an. Den Kirchensatz mit Widum (=Pfarrgut) hatten, wie schon oben erwähnt, bis 1351 die Herren von Scharenstetten, worauf er an die Herren von Westerstetten kam. In einer Urkunde von diesem Jahr erklärt Jakob von Scharenstetten für sich und seine Brüder, daß sie denKirchensatz in Luizhausen vor Graf Ulrich von Helfenstein gegen die von Westerstetten mit Urteil und Recht verloren haben und allen ferneren Ansprüchen entsagen. 1442 verkaufte Bernhard von Westerstetten den halben Teil des Kirchensatzes an die Stadt Ulm, die andere Hälfte soll diese schon das Jahr zuvor erworben haben. Als Ulm 1531 die Reformation einführte, war Pfarrer hier der 1502 als ständiger Altarist (=Prister an einem best. Altar) im Ulmer Münster geweihte Pauf Rietmann, der sich für die Reformation erklärte und erster evangelischer Pfarrer in Luizhausen wurde, später zugleich Superintendant. Das Pfarrhaus wurde wohl um 1600 erbaut. 1740 wurden das Schul- und Rathaus erbaut und 1889 verbessert.

Sehenswürdigkeiten

  • Ev. Pfarrkirche St. Michael
    liegt im oberen ortsteil, abgesetzt im Friedhof oberhalb der Scharenstetter Straße.
  • Pfarrhaus, Scharenst.Str.10
  • Gasthaus zum Löwen, ehemalige Poststation
    Baumhaus (18.JH), Brunnenplatz 12
  • Linde an der B10 Lindenstraße (Naturdenkmal)
  • Birkhölzle,
    Biotop auf der Hochebene

Sinabronn/Halzhausen

Sinabronn

Der Ort Sinabronn ist in der jüngeren Ausbauzeit entstanden (1377 Zinebrunnen, 1415 Synabrunnen). Der Name bedeutet entweder "Bei der Quelle des Sina" oder "An der ständig fließenden Quelle". Für die letztere Deutung würde sprechen, dass Sinabronn wirklich einen Brunnen besaß, der in einem Gemeindeeigenen Brunnengärtlein bei der Zehntscheune in Richtung Ettlenschieß lag. Mit dem Erwerb 1534 bzw. 1568 Sinabronns durch Ulm erlangte die Stadt Ulm die alleinige Herrschaft über den Ort. Die Stadt Ulm unterstellte daraufhin Sinabronn dem Amt Ettlenschieß; als dieses 1774 aufgehoben wurde, fiel es mit ihm an das Amt Lonsee.

Sinabronn liegt auf der Anhöhe über Halzhausen und Lonsee.

Halzhausen

Halzhausen wird erstmals zusammen mit Lonsee- 1108 als Halhusam, etwas später als Aleshusen (Chroniken 1521) und erst 1382 urkundlich als Halshusen genannt. Der Name bedeutet Siedlung des Hadulf.

Sie ist wahrscheinlich von Lonsee aus entstanden, mit dem sie herrschaftlich wie kirchlich, stets in enger Verbindung blieb. Noch heute gehört Halzhausen zur Kirchengemeinde Lonsee. Anfang des 12. Jh. bestand der Ort wahrscheinlich nur aus ein oder zwei Höfen, die später geteilt wurden und so zur Ansiedlung mehrerer Höfe führte. Bereits 1802 bestand Halzhausen aufgrund der Bevölkerungsentwicklung bereits aus 24 Wohnhäusern und 1 Wirtshaus. Halzhausen wurde zum 01.04.1972 im Zuge der Gemeindereform nach Lonsee eingemeindet.

Vereine, Feuerwehr und Kultur

Es gibt hier einen Landfrauenverein, Fischereiverein, eine Seniorengruppe und die Freiwillige Feuerwehr. Einen Kindergarten (2 Gruppen), 2 Kinderspielplätze ein Feuerwehrhaus in dem auch Veranstaltungen der Vereine abgehalten werden. Einen Festplatz an der Kappel.

Die Feuerwehr bietet jedes Jahr ein Fest unter den Linden, das "Lindenfest", welches traditionell verankert ist. 2 Gaststätten mit den Namen "Hirsch" und "Lamm", in denen sich eine Einkehr immer lohnt.

Die Feuerwehr veranstaltet auf dem Festplatz an der Kappel alljährlich das Kappelfest. Das traditionelle Fischessen des Fischereivereins findet jährlich an der Vereinshütte in Lonsee statt. 


Radelstetten

Radelstetten wird erstmals 1275 als Radolfstetten und 1319 als Ratolfstetten genannt. Der Name bedeutet Siedlung des Radolf. Das Dorf bestand zunächst aus einem größeren und drei fast gleich großen Höfen. Die Häuserzahl stieg bis zum späten Mittelalter auf 14 und 16 im 18. Jahrhundert.

Radelstetten gehörte zur Herrschaft der Grafen von Helfenstein, gelangte aber wegen derer Verschuldung im 14. Jahrhundert an finanzstarke Ulmer Bürger. Die Stadt Ulm gliederte Radelstetten dem Amt Scharenstetten an. Mit diesem kam es

1772 an das Amt Bermaringen
1803 an Bayern
1810 an Württemberg, Oberamt Blaubeuren
1938 zum Landkreis Ulm

Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort wiederholt ausgeplündert und die Pest ist ausgebrochen. Viele Ein-wohner flohen nach Ulm. Die Einwohnerzahl ging stark zurück und als 1635 der letzte Radelstetter Pfarrer an der Pest starb, wurde die Gemeinde als Filiale der Pfarrei Scharenstetten zugeschlagen. Seither wird Radelstetten vom Scharenstetter Pfarrer betreut. 1871 kam es zur Gründung der Albwasserversorgung. Gruppe V, wodurch Radelstetten an die Wasserversorgung angschlossen wurde. 1898 wurde die Molkereigenossenschaft gegründet, die Ende der 60er Jahre von den "Milchwerke Schwaben" übernommen wurde. 1912 trat Radelstetten dem Bezirksverband Oberschwäbischer Elektrizitätswerke bei, wodurch 1914 elektrischer Strom zur Verfügung stand. Die dadurch mögliche wirtschaftliche Entwicklung wurde durch die Folgen der beiden Weltkriege mit insgesamt 23 Todesopfern zunichte gemacht. Zum 01.01.1975 wurde Radelstetten der Gemeinde Lonsee zugeordnet.

Trotz der Kleinheit des Dorfes hatte Radelstetten schon 1275 eine eigene Kirche.

Quellen: Christian Leibing, Geschichtliches aus Radelstetten 1977, Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Der Alb-Donau-Kreis 1992.

Wirtschaftliche Entwicklung

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Nach wie vor dominierte die Landwirtschaft in Radelstetten. Ein großer Teil der Mastschweinehaltung mehrerer Betriebe wurde in einem sogenannten Gruppenstandort Richtung Oppingen ausgesiedelt.

Im Ackerbau dominiert der Getreide- und Rapsanbau. Die Pferdehaltung nimmt zu.
In jüngster Zeit haben sich zwei Handwerksbetriebe im Holz- und Sanitärbereich niedergelassen.

Als die Gemeinde 1965 im Hohegert 2 ha Baugelände erwerben konnte, kam der CVJM Ulm nach Radelstetten und errichtete ein Freizeitheim. Einige Jahre später Hallenschwimmbad, das im Jahr 2000 umfassend saniert wird und teilweise auch der Gemeinde zur Verfügung steht.

Der Ortskern wurde in den letzten Jahren im Rahmen der Dorfentwicklung gestalterisch ansprechend hergerichtet.

Backhaus und sanierte Hüle mit Brunnen werden beim wöchentlichen Backtag (Freitag) und bei Festen stark frequentiert.

Radelstetten ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Buslinie (RAB) Ulm-Nellingen oder über die Bahnlinie Ulm-Stuttgart bis Urspring zu erreichen.

Vereinsleben

Der größte Verein ist der Landfrauenverein, der jährlich ein vielfältiges Kultur- und Weiterbildungsprogramm durchführt. Dazu kommt die wöchentliche Gymnastik im Gemeindehaus (im Winterhalbjahr) sowie die Sichelhenke im September.

Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Radelstetten wird jährlich am 3. Sonntag im Juli das Hülefest durchgeführt, bekannt durch gutes Mittagessen (Spanferkel im Backhaus gebacken). Die Feuerwehr bewirtschaftet das Gemeindehaus bei Veranstaltungen, da es im Ort kein Gasthaus mehr gibt. Die ev. Kirchengemeinde hölt wöchentlich einen Gottesdienst mit anschließender Kinderkirche ab. Jungschar, Altennachmittage, Bibelstunde werden durchgeführt.
Ein Kirchenchor besteht.
Die Freizeitgruppe Radelstetten spielt Hobby-Fußball im Winter in der Halle, im Sommer auf dem Bolzplatz.

 

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