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Auf den Spuren der Eiszeitjäger

Die Vogelherdhöhle, der Hohlenstein und die Bocksteinhöhle sind für Ihre einzigartigen archäologischen Funde heute weltberühmt: in diesen Höhlen wurden die ältesten figürlichen Kunstwerke der Menschheit entdeckt. Sie waren Zufluchtsort und Lagerstätte der frühen Menschen. Schon die Neandertaler vor 70.000 Jahren zogen sich in die Höhlen des Lonetals zurück, um dort Schutz vor Wetter und Feinden zu finden. Für den frühen Menschen der Gattung Homo sapiens hatten sie wohl auch eine besondere mystische Bedeutung, dies belegen die eindrucksvollen Schnitzereien aus Mammutelfenbein, insbesondere der einzigartige Löwenmensch, eine 32.000 Jahre alte Tier-Mensch-Figur, gefunden im Hohlenstein. Heute sind die Höhlen ein beliebtes Ausflugsziel, und man spürt dort noch immer den Atem und die Magie der urzeitlichen Ereignisse.

Wir beginnen die Tour bei der Vogelherdhöhle, Sie können aber auch genauso gut auf der anderen Seite der Strecke an der Bocksteinhöhle beginnen.

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Die Vogelherdhöhle liegt nur wenige Meter von der Straße zwischen Oberstotzingen und Bissingen entfernt und nur unweit der Lone. Ca. 50 Meter südlich der Lone befindet sich ein Parkplatz mit einer Schautafel, die Aufschluss über die kulturhistorische Bedeutung der Vogelherdhöhle gibt. Von dort führt ein kleiner Trampelpfad zu den Eingängen der Höhle.

Über der Vogelherdhöhle befindet sich ein Grillplatz mit Sitzgelegenheiten, den Sie gerne benutzen können. Bitte entsorgen Sie Ihre Abfälle in den eigens aufgestellten Müllcontainern oder, besser noch, nehmen Sie ihre Abfälle wieder mit.

Nach der Vogelherdhöhle geht es weiter über die Strasse entlang der Lone in westlicher Richtung. Nach gut 2 km folgt die Abzweigung zum Hohlenstein-Felsmassiv. Der Hohlenstein besteht aus 2 Höhlen, dem Hohlenstein-Stadel und der Bärenhöhle. Zwischen diesen beiden Höhlen gibt es noch einen kleinen Felsvorsprung, die kleine Scheuer. Die drei kleinen Höhlen liegen unmittelbar nebeneinander in einem mächtigen Jurafelsen.

Im Hohlenstein-Stadel wurde mit dem Löwenmensch die älteste Tier-Mensch-Figur der Welt gefunden. Dieses einmalige Kunstwerk ist heute im Original im Ulmer Museum zu finden. Der hintere Teil des Stadels ist heute mit einem Gitter gesichert, um zu einem späteren Zeitpunkt ungestört weitere Ausgrabungen vornehmen zu können. Die Bärenhöhle bekam ihren Namen aufgrund der zahlreichen Knochenfunde von Höhlenbären. Auch die Bärenhöhle ist heute vergittert, das Gitter gilt hier auch dem Schutz der Fledermäuse, die die Höhle als Rückzugsgebiet nutzen.

Wir kehren wieder zurück zum Wanderweg, das nächste Ziel heißt Bocksteinhöhle und ist wiederum knapp 2 km entfernt. Nach dem Wanderparkplatz folgen Sie der geteerten Straße links in Richtung Öllingen. Überqueren Sie die Lone.

Auf der linken Seite sehen Sie ein eher unscheinbares kleines Schild mit der Aufschrift "Bocksteinhöhle 200m". Vom Hinweisschild laufen Sie ca. 100 Meter über den Feldweg, wo am Waldrand der kurze, etwas steile Anstieg zur Bocksteinhöhle beginnt. Gutes Schuhwerk ist vor allem bei Feuchtigkeit von Vorteil. Nach ca. 2/3 der Berghöhe sehen Sielinkerhand den Eingang der Höhle.

Auch die Bocksteinhöhle wurde von den Menschen der Eiszeit als Unterschlupf und Lagerplatz genutzt. Funde aus der Bocksteinhöhle lassen sich auf 50.000 bis 70.000 Jahre zurückdatieren, die Bocksteinhöhle gilt damit als ältester Siedlungskomplex des Neandertalers in Süddeutschland. Etwas weiter unten, auf der linken Seite befindet sich die Bocksteinschmiede, die für (geschickte) Kinder Möglichkeiten zum Klettern und erforschen bietet.

Oberhalb der Bocksteinschmiede finden Sie einen schönen Aussichtspunkt mit einer kleinen Hütte, die Unterstand und eine Bank zur Erholung bietet. Sofern Sie dort ein Picknick veranstalten, nehmen Sie bitte Ihre mitgebrachten Verpackungen und Gegenstände wieder mit.

Wenn Sie die Lone noch weiter stromaufwärts laufen, sehen Sie wie durch Renaturierungsmaßnahmen der natürliche Lauf der Lone wiederhergestellt werden kann. In der Nähe der Bocksteinhöhle hat sich auch der seltene Eisvogel in den letzten Jahren wieder eingelebt.

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