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Der Fuchs

Mit dem Namen "Reinecke" wird dem Fuchs in vielen Tierfabeln besondere Schlauheit unterstellt - tatsächlich verfügt er über ein sehr gutes und schnelles Lernvermögen.

Er bewohnt vorwiegend Wälder, wo er sich entweder selbst einen Fuchsbau gräbt oder Dachsbaue benutzt. Diese Baue haben meist mehrere Ausgänge, die es dem Fuchs bei Gefahr leichter ermöglichen, zu entkommen. 

Füchse werden bis zu 1,25 m lang, wobei 40-50 cm auf die Rute, den Schwanz, entfallen. Ihr Gewicht liegt bei 6-12 Kilogramm. Der Fuchs ist ein dämmerungs- und nachtaktives Tier, der über ein besonders gutes Sinnesvermögen verfügt. Er sieht auch bei Nacht hervorragend, hört ausgezeichnet und hat ein 400mal besseres Geruchsvermögen als der Mensch.

Füchse paaren sich im Januar und Februar und bringen nach 51-54 Tagen 1-10 blinde Junge zur Welt. Ab der 5. Woche verlassen die Jungtiere ihren Bau und nach 9-10 Monaten erreichen sie die Geschlechtstreife. Die Nahrung der Füchse besteht aus Mäusen, Hasen, Rebhühnern und bei Gelegenheit auch Rehkitzen. Gerne plündert der Fuchs auch bodennahe Vogelnester, hin und wieder dringt er auch in menschliche Siedlungen ein, wo er Gänsen oder Hühnern nachstellt.

Da er wie die meisten Raubtiere vorwiegend kranke und alte Tiere erlegt, spielt der Fuchs auch eine wichtige Rolle als Gesundheitspolizei des Waldes. 

Der Fuchs hat bei uns keine natürlichen Feinde, da Wolf, Luchs und Steinadler hier nicht mehr vorkommen. Gefährdet ist der Fuchs bei uns nur durch die Tollwut, für die er Überträger sein kann. Durch eine flächendeckende Impfung wurden die Füchse weitgehend gegen Tollwut immunisiert, ihr Bestand hat sich als Folge dessen stark erhöht.

Tollwut (Rabies)

Tollwut ist eine weltweit verbreitete Viruserkrankung und meldepflichtig. In Deutschland ist eine Infektion zum Glück ausgesprochen selten, die meisten Infektionen werden aus Urlaubsländern, vor allem Indien und Südostasien, nach Deutschland importiert. Hier sind streunende Hunde besonders gefährlich. 

Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Biss oder Ablecken von kleinsten Hautwunden durch ein infiziertes Tier, auch Haustiere können infiziert sein. Tollwutkranke Tiere verlieren ihre Scheu vom Menschen und beißen oftmals bei Berührung. Eine sofortige Reinigung der Wunde mit Desinfektionsmittel ist besonders wichtig.

Nach 10 Tagen bis 6 Monaten Inkubationszeit beginnt die Tollwut beim Menschen mit Symptomen wie Fieber, Erbrechen  und Kopfschmerzen, es kann auch zu Schmerzen und Jucken im Bereich der Wunde kommen. Angstgefühle und Depressionen sind häufig.

Später treten schmerzhafte Krämpfe des Kehlkopfs und Rachens auf, die durch den bloßen Anblick von Wasser ausgelöst werden. Geringste Umweltreize wie Geräusche Licht oder Luftbewegungen führen zu unkontrollierten Wutanfällen mit Schreien, Beißen und Schlagen. Der Tod tritt durch eine aufsteigende Muskellähmung ein. 

Da Tollwut, einmal ausgebrochen immer tödlich verläuft, sollte man nach Kontakt, vor allem nach Bissen von verdächtigen Tieren unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wegen der langen Inkubationszeit ist eine Impfung auch dann noch möglich und verhindert ein Ausbrechen der Krankheit



 

 

Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist ein 1-3mm kleiner Bandwurm, der vor allem in Süddeutschland verbreitet ist. Der Mensch infiziert sich hauptsächlich durch orale Aufnahme von kontaminierten Beeren. Die sich vermehrenden Larven infiltrieren befallene Organe, vor allem die Leber und zerstören diese. Dabei können sie auch auf Nachbarorgane übergreifen. Die Krankheit tritt oftmals erst nach 5-15 Jahren in Erscheinung und ist für den Menschen außerordentlich gefährlich. 

Im Wald gesammelte Beeren, Pilze, Früchte sollten deshalb immer gründlich gewaschen werden und vor dem Verzehr auf mindestens 60 Grad erhitzt werden, um mögliche Infektionen zu vermeiden. Tiefkühlen tötet die Bandwurmeier nicht ab.



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