Das Reh
Mit ihrem schmalen Kopf, ihrem schlanken Körper und den
großen ausdrucksvollen Augen sind Rehe mit die anmutigsten Tiere
in unseren Wäldern. Ihr Fell verändert sich von einem braungrau
im Winter zu einem weichen Rotbraun im Sommer. Der weiße Fleck am
Hinterteil wird Spiegel genannt. Rehe erreichen eine Schulterhöhe
von 60-70 cm und werden 15-20 kg schwer. Sie sind in Europa,
insbesondere auch in Deutschland weit verbreitet.
Das männliche Tier heißt "Bock", das weibliche
"Ricken" und die Jungen werden "Kitz" genannt.
Rehe leben meist in Gruppen (Sprüngen), die aus mehreren Ricken
und jüngeren Böcken bestehen. Ältere Böcke suchen die Ricken
in der Regel nur zur Paarungszeit auf.
Böcke tragen ein Geweih (vom Jäger Gehörn genannt), das aus
zwei Geweihstangen besteht, die auf den sogenannten
"Rosenstöcken" geschoben werden. Im ersten Jahr besteht
das Geweih nur aus zwei kleinen Knöpfen, im zweiten Jahr wächst
jedoch schon der "Spießbock", das aus sechs Enden
bestehende charakteristische Geweih. Im Herbst wirft der Rehbock
sein Geweih ab, im Frühjahr wächst es wieder nach. Wie
der Hirsch fegt auch der Rehbock jedes Jahr den Bast von seinem
neuen Kopfschmuck.
Die Brunftzeit der Rehe dauert von Mitte Juli bis Mitte August,
die Böcke sind zu dieser Zeit relativ aggressiv. Erst im
darauffolgenden Mai bringen die Ricken dann meist zwei Kitze zur
Welt.
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