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Eulen und Uhus
Mit etwas Glück und guten Augen können sie bei ihrem
abendlichen Besuch im Lonetal verschiedenen Eulenarten
begegnen.
Eulen und Käuze stellen trotz ihrer Ähnlichkeit zu
Greifvögeln eine eigenständige Vogelgruppe (Strigiformes) dar,
die mit etwa 140 verschiedenen Arten auf der ganzen Erde vorkommt.
Ihr unverwechselbares Merkmal ist das Eulengesicht, das durch
einen dicken Kopf mit nach vorne gerichteten Augen und einen
großen Gesichtsschleier mit einem ausgeprägten Hakenschnabel
gekennzeichnet ist.
Fast alle Eulenarten sind dämmerungs- und nachtaktiv und durch
besondere Sinnesleistungen und geräuschlosen Flug hervorragend an
diese Lebensweise angepasst. Ihre großen Augen sind extrem
lichtempfindlich und sie können ihren Kopf um teilweise bis zu
270° drehen. Zudem hören sie ganz ausgezeichnet, ihr Gesichtsschleier
dient dabei als Verstärker, vergleichbar mit einem Parabolspiegel.
Allein mit ihrem Gehör können sie ihre Beutetiere in bis zu 60
Metern Entfernung orten.
Mit Ausnahme des Waldkauzes sind alle bei uns vorkommenden
Eulenarten in ihrem Bestand zum Teil sogar stark gefährdet,
Gründe sind vor allem in Veränderungen der Kulturlandschaften zu
sehen, die es für Eulen immer schwieriger werden lassen,
Beutetiere zu finden. Hinzu kommen Umwelteinflüsse wie Schadstoffbelastungen
und Düngemitteleinsätze. Durch Renaturierungsmaßnahmen
und Abbau
der Umweltbelastungen kann Eulen heute geholfen werden. In vielen
Fällen ist auch das Anbieten von zusätzlichen Nistmöglichkeiten
durch Nistkästen sinnvoll.
Nachfolgend werden einige Eulenarten näher beschrieben:
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Schleierohreule
Schleiereulen werden etwa 34-38 cm groß und sind durch
ihren herzförmigen Gesichtsschleier leicht zu erkennen.
Schleiereule haben ihren Lebensraum eng an menschliche
Siedlungen angepasst. Sie nisten und schlafen vor allem in
Gebäuden wie Scheunen und Kirchtürme.
Sie jagen auf offenen Flächen, hauptsächlich nach Feld-
und Spitzmäusen. Die in Dauerehe lebenden Schleiereulen
legen im April/Mai 3-12 Eier. Nach etwa einem Monat
schlüpfen die Jungen in ihrem Nest, das sie nach etwa 3
Monaten verlassen. In besonders Guten Mäusejahren kann es
auch zu einer zweiten Brut kommen.
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Waldohreule
Die Waldohreule ist mit einer Länge von 35 - 37 cm und einer Spannweite von 84
- 95 cm etwa so groß wie die Schleiereule. Waldohreulen bevorzugen aufgelockerte Landschaften mit Bäumen und
Sträuchern, suchen aber auch städtische Regionen wie Parks und Friedhöfe auf.
Waldohreulen ernähren sich hauptsächlich von Feldmäusen, aber auch
Kleinvögel und andere Nager stehen auf ihrem Speiseplan.
Die Waldohreule brütet in Sträuchern und Bäumen, wo sie im März/April
4-8 Eier in ihr Nest legt. Nach etwa 4 Wochen schlüpfen die Jungen, die schon
nach 2 Wochen Fliegen können und nach weiteren 5 Wochen ihr Nest verlassen.
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Der Uhu
Der Uhu ist mit einer Größe von 60-75 cm die größte europäische
Eulenart. Bei einer Spannweite von 160-170 cm ist er dabei fast so groß
wie ein Steinadler. Neben der Größe sind vor allem seine Federohren und
seine orangegelb leuchtenden Augen sehr markant. Auch der Uhu ist vorwiegend
nacht- und dämmerungsaktiv.
Der Uhu bevorzugt abwechslungsreiche Landschaften, gerne auch in
Gewässernähe. Seine Nahrung besteht aus kleineren Säugetieren wie Hasen,
Igel und Rehkitzen sowie mittelgroßen Vögeln wie Krähen, Habicht,
Graureihern und anderen Eulen.
Zum Brüten sucht er sich eher felsiges Gelände, manchmal nutzt er
auch verlassene Greifvogelhorste. Der Uhu ist seinem Partner ein Leben lang
treu, das Weibchen legt im Februar/März 2-5 Eier. Nach ca. 32 - 36 Tagen
schlüpfen die Jungen, die nach weiteren 30 - 45 Tagen flügge werden.
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