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Greifvögel
Nahezu allgegenwärtig im Lonetal ist der Mäusebussard, Sie
finden ihn auf den Wiesen und Feldern, auf Bäumen oder in der
Luft, wo er nach Beute Ausschau hält. Neben diesem häufigsten
Greifvogel unserer Region können Sie im Lonetal aber auch Falken,
Milane, Habichte und Sperber entdecken. Besonders für den roten
und schwarzen Milan ist das Lonetal ein wichtiges Rückzugs- und
Brutgebiet.
Kennzeichnend für Greifvögel ist die Tatsache, dass die
Tiere ihre Nahrung zuerst mit den Fängen (also den Greiffüßen)
ergreifen. Meist wird die Nahrung anschließend an einen
sicheren Platz gebracht, wo sie geäst, d.h. gefressen wird.
Demgegenüber nehmen andere Vögel z.B. die Körnerfresser, das
Futter direkt an Ort und Stelle und nur mit dem Schnabel auf.
Nachfolgend werden einige der im Lonetal vorkommenden
Greifvogelarten näher beschrieben.
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Der Habicht
Habichte können bis zu 60 cm groß und über 1000 Gramm
schwer werden. Das etwas kleinere Habicht-Männchen jagt vorwiegend
Vögel bis zur Größe eines Huhnes wie Amseln, Stare,
Tauben oder Krähen. Die größeren Weibchen machen auch
Jagd auf Kaninchen und Hasen.Anfang der 70er Jahre war der Habicht durch den Einsatz
des Pflanzenschutzmittels DDT in Deutschland fast
ausgestorben, heute gibt es bei uns wieder ca. 12.000
Brutpaare. Zunehmend brütet der Habicht auch wieder in der Nähe des
Menschen, wo er besonders gerne Jagd auf Tauben macht.
Der Habicht hat relativ kurze, breite und abgerundeten
Flügel, die ihm auch in engen Waldlandschaften die Jagd
ermöglichen.
Habichte sind schon nach einem Jahr geschlechtsreif und
legen nach der Balz die im Januar/Februar stattfindet, Anfang April 3 bis
4 Eier in ihren Horst. Die Brutphase
beträgt ca. 38 Tage, im Alter von 40 Tagen stehen die
Jungen als sogenannte „Ästlinge“ im Nest, das sie nach
weiteren 3-4 Wochen verlassen.
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Der Turmfalke
Der Turmfalke ist neben dem Bussard einer der häufigsten Greifvögel
in unserer Region. Sein Gefieder ist auf der oberen Seite rostrot, auf der Unterseite
gelblich, mit schwarzen und braunen Flecken.
Charakteristisch für Turmfalken ist ihr Rüttelflug. Dabei kann der Turmfalke
durch schnelles Flügelschlagen und einem gleichzeitig nach vorne
gerichteten Schwanz praktisch in der Luft stehen bleiben, um nach Beute
Ausschau zu halten. Diese besteht vorwiegend aus Mäusen und größeren Insekten.
Turmfalken nisten auf hohen Bäumen, in Felslöchern und alten
Krähennestern, aber auch auf Türmen inmitten von Städten.
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Der Mäusebussard
Der Bussard ist der häufigste Greifvogel unserer Heimat. Er erreicht eine
Flügelspannweite von ca. 120 cm. Er ist braun-, schwarz- und weißgefleckt,
wobei die Zeichnungen bei einzelnen Tieren stark variieren.
Bussarde haben ihre Horste meist am Waldrand, in den Wipfeln hoher Bäume.
Das Weibchen legt dort im Frühjahr in der Regel drei grünliche braungefleckte Eier,
die von den Eltern abwechselnd bebrütet werden. Sind die Jungen geschlüpft,
übernimmt das Männchen die Nahrungsbeschaffung, während das Weibchen die
Nahrung an die Jungen weiterverteilt. Nach ca. 6 Wochen sind die Jungen flügge.
Seine Nahrung sucht der Bussard vorwiegend im offenen Feld- und
Wiesengelände. In den vergangenen Jahren haben sich einige Bussarde auch
zunehmend auf die Jagd von überfahrenen Tieren an Straßenrändern spezialisiert.
Neben Mäusen frisst der Bussard auch Maulwürfe, Hamster und Wiesel sowie kleinere Vögel, Eidechsen, Käfer und Schnecken. Auch Hase, Fasan und Rebhuhn
sind potentielle Beutetiere für den Bussard.
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