Das südlich des Lonetals gelegene Dorf wurde 1241
erstmals urkundlich erwähnt. Der sehr frühzeitige
Aufenthalt von Menschen im Lonetal ist durch Funde aus
verschiedenen Höhlen belegt. Im engeren Siedlungsraum
Bernstadts tauchen Zeugnisse auf in Form einer keltischen
Fliehburg, deren Reste im Bergwald nordwestlich des Dorfes
noch heute sichtbar sind. Die L 1170, die von Westen nach
Osten die Gemeinde durchschneidet, geht auf eine alte
Römerstraße zurück. Nachgewiesen sind ebenso Ansiedlungen
in der Römerzeit. Als 1241 ein Rudolf von Berolfstadt
genannt wird, hat dieses Geschlecht hier seine Burg, die
unmittelbar neben der Kirche auf einer Anhöhe liegt. Der
Ortsadel, der im Mittelalter an verschiedenen deutschen
Fürstenhöfen und Bischofssitzen auftaucht verarmt im 14.
und 15. Jahrhundert und die letzten Berolfstadter verkaufen
1432 ihre Stammbuch in Bernstadt an die Stadt Ulm. Das
Geschlecht selbst stirbt dann im 16. Jahrhundert aus.
Bernstadt ist nun ein Ulmisches Dorf und seine Geschicke
hängen bis ins 19. Jahrhundert von denen der freien
Reichsstadt Ulm ab. Im Zuge der Säkularisation wird
Bernstadt 1803 bayrisch und dann 1810 dem Königreich
Württemberg zugeordnet.
Bernstadt das über Jahrhunderte hinweg
landwirtschaftlich geprägt war, ist heute eine
Arbeitnehmerwohngemeinde deren Bevölkerung zum größten
Teil ihren Arbeitsplatz im Großraum Ulm/Neu-Ulm, in
Langenau und im dahinterliegenden Bayern findet. Die
Landesstraße L 1170 führt im Osten nach Langenau und
darüber hinaus in den bayrisch-schwäbischen Raum sowie
nach Westen in Richtung Geislingen und das Fils und
Neckartal. Nach Süden in Richtung Ulm/Neu-Ulm ist Bernstadt
verbunden über die Kreisstraßen K 7403 nach Beimerstetten
und 7303 nach Hörvelsingen. Die Verbindung nach Norden in
Richtung Holzkirch und Neenstetten erfolgt über die
Kreisstraße 7303.
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