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Kreidezeit (vor 144 - 65 Millionen Jahren)
Die Kreidezeit ist der Zeitabschnitt vor 144-65 Millionen
Jahren. Sie war geprägt von der Herrschaft großer
fleischfressender Dinosaurier und einem plötzlichen
Aussterben der Dinosaurier am Ende der Kreidezeit, als
vermutlich ein Meteorit in die Erde einschlug.
Unsere heutigen Kontinente bilden sich aus
Während der Kreidezeit zerbricht der einstmalige
Superkontinent Pangäa endgültig in die Kontinente, wie wir
sie heute kennen. Die Tethys wird zwischen Nordafrika und
Europa zusehends eingeengt. Das Klima kühlte sich etwas ab
und reichte nicht mehr zur Riffbildung durch Korallen, die
ein konstante Temperatur von mindestens 20°C benötigen, aus. Weite
Teile Deutschlands sind zunächst überflutet, im Laufe
der Kreidezeit zieht sich der Ozean aber aus Deutschland
zurück. Die Lone entsteht
Mit dem Rückzug des Meeres über Süddeutschland beginnt
die Entstehung des Lonetals. Die Erdoberfläche in unserem
Raum wölbte sich großflächig auf, Süddeutschland befand
sich damals auf einer nach Süden bzw. Südosten geneigten
Fläche dieser Wölbung. Der Scheitel dieser Wölbung
lag im Bereich des heutigen Rheintals, von dort flossen die
Wassermassen entsprechend ihres Gefälles nach Süden bzw.
Südosten ab. Durch dieses Entwässerungssystem bildeten
sich große Flüsse aus, darunter auch die Lone. Das
Quellgebiet der Lone dürfte damals im Schwarzwald, oder
noch weiter westlich gelegen haben. Diese Urlone war mit dem
heutigen Flüsslein kaum vergleichbar. Sie dürfte vielmehr
ein mächtiger Fluß gewesen sein, der weit im Süden, am
heutigen Alpennordrand, in die Tethys mündete. Eine Donau,
wie wir sie heute kennen, in die die Lone hätte einfließen
können, gab es zu diesem Zeitpunkt noch
nicht.
Herrschaft der Dinosaurier
An Land erscheinen in der Kreidezeit neue Dinosaurierarten, darunter
die wohl bekanntesten Arten wie der Tricaterops, Tyrannosaurus
Rex und der Velociraptor.
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Riesige Flugsaurier beherrschen die Lüfte der Kreidezeit.
Hierzu zählte der Ornithocheiros,
mit 12 Meter Spannweite und einer Körperlänge
von 2,5 Metern wohl das größte flugfähige
Lebewesen, das je unsere Erde bevölkerte. Die
vielleicht größten Veränderungen gab es im Pflanzenreich:
Blütenpflanzen breiteten sich zunehmend aus und
entwickelten sich bis zum Ende der Kreidezeit zur
häufigsten Pflanzenart. Säugetiere führten
zu dieser Zeit weitgehend ein Schattendasein, sie waren
vorwiegend kleine flinke Nesträuber, wie der Didelphodon,
der sich von Dinosauriereiern ernährte. Das Leben im Meer
dürfte kaum weniger gefährlich gewesen sein, als an Land.
Riesige Mosasaurier,
bis zu 17 Meter lange, fleischfressende Meeresreptilien standen
an der Spitze der marinen Nahrungskette. Archelon,
eine knapp 5 Meter große Riesenschildkröte lebte ebenfalls
in den Meeren der Kreidezeit, doch trotz ihrer Größe war
sie vor den damaligen Räubern, zu denen neben den
Mosasauriern vor allem auch Haie gehörten, keineswegs
sicher.
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Abbildung: Mosasaurier
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Das Ende einer Dynastie
Vor 65 Millionen Jahren starben die Saurier an Land und im
Wasser plötzlich aus. Die Frage nach der Ursache des
Aussterbens ist eine der häufigsten Fragen der Paläontologie.
Wahrscheinlich ist, dass ein Klimawandel das Aussterben vieler
Arten begünstigt hat. Die Erde kühlte sich zu dieser Zeit
zusehends ab und ein Rückgang des Meeresspiegels könnte die
Lebensräume der Dinosaurier, insbesondere die
Flachwasserzonen, reduziert haben.
Zusätzlich gab es ein Häufung von Vulkanausbrüchen am
Ende der Kreidezeit, die zumindest zu lokalen Veränderungen
der Atmosphäre geführt habe dürfte.
Die zweite und am häufigsten genannte Theorie ist die
sogenannte "Impact Theorie". Hierbei wird vermutet, dass ein
großer Meteoriteneinschlag das Aussterben der Dinosaurier verursachte.
Riesige Staubwolken könnten die Atmosphäre für Monate oder
gar Jahre verdunkelt und
den damaligen Tieren letztendlich die Lebensgrundlage
entzogen haben.
Das plötzliche Massensterben am Ende der Kreidezeit ebnete
jedoch den Weg für die Erfolgsgeschichte der Säugetiere im
nächsten erdgeschichtlichen Zeitabschnitt - und bereitet
damit auch die Bühne für die Entwicklung des Menschen.
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