Paläozoikum (vor 543 - 248 Millionen Jahren)
Das Paläozoikum begann vor 543 Millionen Jahren und war
vor allem durch eine explosionsartige Entwicklung des Lebens
im Meer gekennzeichnet. Das Paläozoikum umfaßt die
folgenden Zeiträume
- Kambrium (490–543 vor Mio. Jahren)
- Ordovizium (443–490 vor Mio. Jahren)
- Silur (417–443 vor Mio. Jahren)
- Devon (354–417 vor Mio. Jahren)
- Karbon (290–354 vor Mio. Jahren)
- Perm (248–290 vor Mio. Jahren)
Das Paläozoikum begann mit einem explosionsartigen und
scheinbar plötzlichen Auftreten zahlreicher wirbelloser
Tiergruppen mit hartem, mineralischem Skelett im Kambrium.
Hierzu zählen u.a. auch Korallen, Schwämme und Muscheln.
Das anfangs eher kühle Klima wurde zunehmend warm und
trocken. Die Kontinente waren häufig von Ozeanen überflutet. Europa, Asien, Nordamerika
bildeten einzelne Kontinente, die übrigen Landmassen waren
im Urkontinent Gondwana vereinigt. Im Ordovizium nahm die
marine Artenvielfalt weiter zu. Es entwickelten sich
Brachiopoden, Trilobiten, Graptolithen, Seelilien, Seeigel
und Nautiloideen. Über 11 Meter lange Cephalopoden sind am
Ende des Ordoviziums die größten lebenden Tiere. An Land entwickeln sich
zu dieser Zeit die ersten
Landpflanzen und Moostierchen Im Silur entwickeln
sich die ersten Kieferfische, darunter die Lungenfische. Auf
den Kontinenten erscheinen die ersten Landtiere, v.a.
Skorpione und Tausendfüßer. Europa und Amerika verbinden
sich zu Euramerika Im Devon beherrschen 8-10 Meter große
Panzerfische die Weltmeere. Erste Haie wie der Bügelbretthai
tauchen am Ende des Devon auf. Auch der heute noch lebende Quastenflosser
tritt in dieser Zeit erstmals auf. An Land breiten sich
Gefäßpflanzen rasch aus, erste Samenpflanzen entstehen. Erstmals
verlassen Amphibien das Wasser und beginnen damit den
evolutorischen Schritt vom Wasser ans Land. |