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| Mammut-News Nr. 8 | |||
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Archäologen entdecken weitere Fragmente des eiszeitlichen Löwenmenschen auf der Schwäbischen Alb
Seit 2008 führt das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart archäologische Ausgrabungen in der Stadelhöhle am Hohlenstein im Lonetal bei der Gemeinde Asselfingen im Alb-Donau-Kreis durch. Die Stadelhöhle am Hohlenstein ist die Fundstelle des Löwenmenschen, der in zahlreichen Bruchstücke bei Ausgrabungen vor über 70 Jahren entdeckt worden war und im Ulmer Museum seine Heimat gefunden hat. Im vergangen Jahr gelang den Archäologen dann auch eine herausragende Entdeckung: Sie bargen Bruchstücke, die sich an die Statuette des „Löwenmenschen“ wieder anpassen ließen. Am Donnerstag, den 14. April 2011, präsentierte Regierungspräsident Johannes Schmalzl gemeinsam mit dem Tübinger Regierungspräsidenten Hermann Strampfer und Dr. Claus Wolf und Ausgrabungsleiter Prof. Dr. Claus-Joachim Kind vom Landesamt für Denkmalpflege im Rathaus von Asselfingen die neuen Funde gemeinsam mit dem bisherigen Original und erläuterten ihre Bedeutung für die Erforschung der Eiszeitkunst. Oberbürgermeister Ivo Gönner und der derzeitige Museumsleiter Kurt Wehrberger M.A. hatten dankenswerterweise das Original zur Präsentation mitgebracht. Dr. Claus Wolf, Leiter des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, und Ausgrabungsleiter Prof. Dr. Claus-Joachim Kind, Steinzeitarchäologie und Paläontologe, erläuterten die näheren Fundumstände und die fachlichen Hintergründe. Bei der Stadelhöhle am Hohlenstein im Lonetal handelt sich um einen von mehreren Fundplätzen der Altsteinzeit in Höhlen der Schwäbischen Alb. In vier von ihnen - neben der Stadelhöhle am Hohlenstein noch die Vogelherd-Höhle im Lonetal sowie die Geißenklösterle-Höhle und der Hohle Fels im Achtal zwischen Blaubeuren und Schelklingen - wurden die ältesten Kunstwerke der Menschheit entdeckt, kleine, aus Mammutelfenbein geschnitzte Tier- und Menschenfiguren, entstanden während der letzten Eiszeit vor rund 35.000 bis 40 000 Jahren.
Allerdings ist die Arbeit damit nicht beendet. Die Archäologen vom Landesamt für Denkmalpflege hoffen, die Statuette des Löwenmenschen noch weiter ergänzen zu können. Dazu muss zuerst einmal im Sommer dieses Jahres der restliche Abraum in der Höhle auf weitere Elfenbeinfragmente durchsucht werden. Dann wird im Jahr 2012 in den Werkstätten des Landesamtes eine erneute Restaurierung der Figur erfolgen. Diese Arbeit wird sehr zeitaufwändig und kompliziert sein, da hunderte von zum Teil sehr kleinen Bruchstücken in einem Puzzlespiel wieder zusammengesetzt werden müssen. Abschließend betonten Dr. Wolf und Prof. Kind: „Es steht zu hoffen, dass am Ende dieser Arbeiten eine tatsächlich mehr oder weniger vollständige Statuette des Löwenmenschen stehen wird. Dann wird uns eines der geheimnisvollsten Kunstwerke aus Baden-Württemberg in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild gegenüber treten.“ Weitere Informationen im Internet unter www.denkmalpflege-bw.de.
Der Teufel in der 11. Kammer - Die Rätsel der Stadelhöhle im Lonetal Ulmer Museum, Studio Archäologie
Doch lieferten die Grabungen der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts eine ganze Reihe weiterer rätselhafter Funde: Der Oberschenkelknochen eines Neandertalers ist bis heute der einzige Skelettrest dieser Menschenform von der Schwäbischen Alb. Geheimnisvoll sind die Hintergründe einer Bestattung mit drei menschlichen Schädeln aus dem 7. Jahrtausend v.Chr. Einst mit Kannibalismus in Verbindung gebracht wurde die Entdeckung einer Grube mit über Knochen von über 50 Menschen aus der Jungsteinzeit. Heute lassen wissenschaftliche Untersuchungen so manche ursprüngliche Deutung in einem neuen Licht erscheinen. Auch in jüngerer Zeit zog die Höhle, deren Eingang im 16. Jahrhundert zugemauert worden war, immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich. Anlässlich neuer archäologischer Forschungen wurden an den Felswänden auch Graffiti aus historischer Zeit entdeckt
Ulmer Museum
Geoerlebnisareal und Urweltpfad Bolheim Die Stadt Herbrechtingen eröffnete am Sa., den 07. Mai 2011 im Rahmen Ihrer Anstrengungen zur Förderung eines sanften Tourismus und als Umweltbildungseinrichtung das „Geoerlebnisareal“ und den „Urweltpfad Bolheim“ (vermerkt auf der neuen GeoPark-Highlights-Karte). Ort: 89542 Herbrechtingen-Bolheim (Landkreis Heidenheim).
Schwäbischer Heimatbund hat die Ostalb mit Albuch, Härtsfeld und Lonetal zur Kulturlandschaft des Jahres 2011/2012 ernannt. Baden-Württemberg ist reich an schönen Landschaften. Jede hat ihr unverwechselbares Gesicht. Ihr hoher Wert ist vielen Menschen dabei nicht immer bewusst. Der Veränderungsdruck ist angesichts des rasanten technischen, ökonomischen und sozialen Wandels in unserer Gesellschaft groß. Die Landschaften werden gleichförmiger, ihre individuellen Züge verschwinden allmählich. Der Schwäbische Heimatbund kämpft seit Langem um den Erhalt und die vernünftige Entwicklung unserer Landschaften. Mit dem Projekt »Kulturlandschaft des Jahres« soll auf deren Schönheit und auf die Bedeutung unserer Heimat aufmerksam gemacht werden. Gemeinsam mit örtlichen Partnern und durch vielerlei Veranstaltungen wird für die Pflege der Landschaft und eine schonende künftige Gestaltung geworben. Bei dem Projekt wird jeweils über einen Zeitraum von zwei Jahren ein Gebiet unseres Landes in all seiner Eigenart ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Stromberg, Heuchelberg und Zabergäu waren 2009/10 die ersten so hervorgehobenen Kulturlandschaften. Albuch, Härtsfeld und Lonetal folgen nun 2011/12. Sie bilden den nordöstlichen Teil der Schwäbischen Alb, dem höchsten Stockwerk des südwestdeutschen Schichtstufenlandes. Die Alb ist eine eigenwillige Landschaft, in der sich viele Naturschönheiten und Kulturgüter entdecken und erleben lassen. Die Ostalb mit Albuch, Härtsfeld und Lonetal – Sie ist Teil der LEADER-Brenzregion und gehört zum GeoPark Schwäbische Alb. Einst überflutet von Urmeeren ist in Millionen von Jahren eine unverwechselbare Landschaft entstanden. Flüsse haben tiefe Täler in die alten Gesteinsschichten gegraben. Viele Wasserläufe sind heute in den Tiefen des Karstgebirges verschwunden. Einzigartige Phänomene wie Dolinen, Hungerbrunnen und Höhlen verdankt man der Wasserdurchlässigkeit des Karstes. Oberirdisch geblieben sind Kocher und Brenz, die das Härtsfeld vom Albuch trennen. Vor dem Albtrauf ragt der Ipf hervor, auf dem Albuch hat ein Meteorit das Steinheimer Becken geformt. Satte Buchenwälder und reizvolle, durch jahrhundertelange Beweidung entstandene Wacholderheiden fühlen sich auf den kargen Böden wohl. Auf Schritt und Tritt begegnen uns Geschichte und Kultur. Frühe Menschen schufen im Tal der Lone die faszinierenden und ältesten Kunstwerke – Löwenmensch, Mammut und Vogelherdpferdchen sind nur einige Exemplare. Kelten, Römer, Alamannen und Merowinger gestalteten die Landschaft und hinterließen ihre Spuren - unsere Kulturlandschaft entstand. Neben dem UNESCOWelterbe Limes gibt es zahlreiche kulturelle Schätze auf der Ostalb zu entdecken. Haufendörfer, Städte, Burgen und Schlösser entstanden – der Barock feiert seinen Triumph im Kloster Neresheim. Industriekultur spiegelt sich in Steinbrüchen, Bohnerzgruben und Bergwerken wider. Und unternehmerische Findigkeit lässt Betriebe von Weltruf entstehen. Gemeinsame Sache Der Schwäbische Heimatbund ist Initiator des Projekts. Örtliche Partner, wie der Landkreis Heidenheim, der Ostalbkreis, der Alb-Donau-Kreis, die Akademie Ländlicher Raum sowie Städte, Gemeinden und Akteure der Region tragen zum Erfolg des Projekts bei. Auch die Sparkassen-Bürger-Stiftung der Kreissparkasse Heidenheim und die Sparkassenstiftung Ostalb unterstützen das Projekt.
Rad- Wanderbusse & Bahnen Von 1. Mai bis 16. Oktober fahren die Rad- Wanderbusse & Bahnen sowie die Schwäbische Albbahn wieder an allen Sonn- und Feiertagen zu Ausgangspunkten für Wander- oder Radtouren und bieten auf nahezu allen Strecken Fahrradtransport an. Burgen, Höhlen, Museen sowie eine Vielzahl von Veranstaltungen können somit problemlos während Wander- und Radausflügen ohne Auto besucht werden. Besucher entdecken auf diesem Weg zum Beispiel die Landschaften der Laichinger Alb, des Lautertals, des Lonetals oder des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Weitere Informationen zu den Strecken finden Sie unter:
Jahrestagung der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern vom 27. – 29. Mai in Blaubeuren (Stadthalle). Das komplette Programm findet sich auf der Website der Gesellschaft (www.gesellschaft-archaeologie.de).
Aktionstage zur Woche der Europäischen Geoparks im GeoPark Schwäbische Alb Woche der Europäischen Geoparks 2011 Tauchen Sie ein in das Abenteuer GeoPark! Während der Woche der Europäischen Geoparks vom 2. bis 19. Juni 2011 lädt der GeoPark Schwäbische Alb dazu ein, die Welt der Höhlen, Vulkane, Ammoniten und Fischsaurier zu entdecken. Kommen Sie mit und erleben Sie den GeoPark bei zahlreichen spannenden Führungen, Workshops und Kinderangeboten.
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URMU - Urgeschichtliches Museum Blaubeuren Urmutter contra Pin-Up-Girl – Sex und Fruchtbarkeit in der
Eiszeit Klangraum Vor 40.000 Jahren erfüllte Flötenklang die Steinzeithöhlen im Ach- und Lonetal. Die Gänsegeierflöte aus dem Hohle Fels bei Schelklingen, die Schwanenknochenflöte und die Flöte aus Mammutelfenbein aus dem Geißenklösterle bei Blaubeuren gehören zu den ältesten bekannten Musikinstrumenten der Welt. 2011 wird in der Galerie 40tausend Jahre Kunst ein neuer Themenraum zu den eiszeitlichen Musikinstrumenten eingerichtet. Die Flöten werden in diesem Jahr im Original im neuen Klangraum zu sehen und zu hören sein. Finden – Forschen – Versuchen Wie werden diese einmaligen Zeugnisse der kulturellen Menschwerdung überhaupt entdeckt und als Flöten erkannt? Mit welchen Versuchen wird die Herstellung und Spielweise der Flöten überprüft? Die Erforschung der Flöten durch die Abteilung für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie der Universität Tübingen und die Suche nach weiteren Musikinstrumenten steht im Mittelpunkt einer Kabinettausstellung neben dem Klangraum. Voraussichtlich bis zum 29. Januar 2012 Weitere Veranstaltungen des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren finden Sie hier. Ulmer Museum Mi, 16. November 2011, 19.30 Uhr, Ulmer Museum (Lichthof) Museumspädagogische Veranstaltungen Sa, 16. Juli 2011, 13.30 - 16.30 Uhr, Ulmer Museum (Kinderwerkstatt) Sa, 30. Juli 2011, 10-16 Uhr, Ulm-Söflingen (Maienwäldle) Weitere Veranstaltungen des Ulmer Museums finden Sie hier. Veranstaltung des Lonetal-Vereins e.V. Sonntag, 11. September 2011 Der Lonetal-Verein wird zehn Jahre alt, aus diesem Anlass veranstaltet er zusammen mit der Stadt Langenau in und um Lindenau eine Lonetalfest am Sonntag, 11. September, für die ganze Familie. Am Vormittag besteht die Gelegenheit an einer der zahlreichen Sternführungen teilzunehmen. In den letzten Jahren wurde eine ganze Reihe von Alb-Guides und Gästeführern zu verschiedenen Themen ausgebildet und zertifiziert. Dementsprechend stehen an diesem Tag Programmpunkte wie Nordic Walking, Familienführung mit dem Bollerwagen, Fahrradtour zu den Eiszeithöhlen, Bibertour und Kräuterwanderung auf dem Programm. Am Zielpunkt in Lindenau steht für die Besucher neben dem schönen Biergarten und den Räumlichkeiten in dem historischen Gebäude auch Platz im Zelt zur Verfügung. Gemütliche Einkehr bei schwäbischer Kost und einem Bier oder anderen Getränken, haben sich die Teilnehmer und Gäste redlich verdient. Am Nachmittag gibt es eine ganze Reihe von Aktivitäten im Lonetal. „Komm ich erzähl Dir ein Märchen“ heißt es am Nachmittag im Hohlenstein bei Elke Keck. Kurt Wehrberger vom Ulmer Museum und Prof. Dr. Claus-Joachim Kind vom Landesamt für Denkmalpflege präsentieren an der Höhle einige Fundstücke und informieren Freitag, 09. September 2011, 19.00 Uhr Langenau, Pflegehofsaal Freitag, 28. Oktober 2011 Freitag, 25. November 2011 November 2011 Wanderausstellung "Das alte Dorf im Bild" Weitere Veranstaltungen des Lonetal-Vereins finden Sie hier. Sonstige Veranstaltungen 28.05. Sinnesführung in der Charlottenhöhle - HöhlenErlebnisWelt Hürben **
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