| Funde aus der Bocksteinhöhle belegen,
daß Neandertaler die Höhlen des Lonetals schon vor 50.000 bis 70.000 Jahre
als Aufenthaltsort und Lagerstätte nutzten. Aus dieser Zeit wurden vor
allem Steinwerkzeuge wie Faustkeile, Schaber und Keilmesser
gefunden. |
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Neben Kunstgegenständen und Menschenknochen wurden im
Lonetal eine Vielzahl von Tierknochen aus der letzten Eiszeit entdeckt. Zu
den am häufigsten vorkommenden Funden zählen Mammut, Wollnashorn,
Wildpferd, Rentier und Höhlenbär. |
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In der Vogelherdhöhle wurden bei Ausgrabungen in den 30er
Jahren von Gustav Riek die weltberühmten Elfenbeinfiguren gefunden, die
in Erhaltung, Qualität und Menge einmalig sind. Sie stellen die ältesten
datierten Kunstgegenstände der Menschheit dar. |
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wurde der Löwenmensch aus einem Mammutstoßzahn geschnitzt
und im Hohlenstein-Stadel zurückgelassen. Die meisterhaft aus dem Stoßzahn
eines Mammuts geschnitzte, weltweit einzigartige Figur verbindet tierische
mit menschlichen Attributen und gibt uns einen faszinierenden Einblick in
das komplexe Weltbild unserer frühesten Vorfahren. |
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Geheimnisvolle Schädelfunde stammen aus einer
Kopfbestattung im Hohlenstein-Stadel. Es handelt sich hierbei um Mann,
Frau und Kind, deren Köpfe zwischen dem 3. und 5. Halswirbel abgetrennt
wurden. Die Schädel der Erwachsenen weisen jeweils gewaltsam
herbeigeführte Löcher auf. Verletzung und Ausrichtung der Schädel
deuten auf eine kultisch-religiöse Tötung und Beisetzung hin. |
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